Der Aderlass

Der Aderlass kann angewendet werden bei Entzündungen, Blutfülle (Plethora), zur Entgiftung sowie Stoffwechselverbesserungen aber auch zur Beruhigung bei lokalen Krämpfen (Koliken), Bluthochdruck, Stauungen, Neigung zu Schlaganfall oder Herzinfarkt.

Der Aderlass soll zur Verbesserung der Durchblutung, der Fließeigenschaft, zur Anregung und Neubildung des Blutes führen.

Die Blutegeltherapie

Bei der Behandlung mit Blutegeln werden Blutegel an einer geeigneten Stelle angelegt, so dass sie einen kleinen Aderlass herbeiführen. 

Mithilfe des Blutegelspeichels und der entkrampfenden Wirkung des Hirudins wird der Abfluss des Blutes angeregt und die Wundheilung verbessert.

Die Blutegel geben während ihres Einsatzes am Patienten gerinnungshemmende und entzündungshemmende Wirkstoffe ab, von denen vor allem das Hirudin bekannt ist.

Es kommt zu einer Beschleunigung des Lymphabflusses sowie zu Nachblutungen im Bissbereich der Egel. Die heilenden Wirkungen der Wirkstoffe der Blutegel werden in der naturheilkundlichen Praxis bei vielen Erkrankung eingesetzt, hauptsächlich aber bei Venenerkrankungen im Beinbereich, Arthrosen, Entzündungen aller Art sowie Bluthochdruck.

Die Ohrakupunktur

Schon in der Antike wurde in China, Ägypten und Griechenland eine Vorstufe der Aurikulotherapie beschrieben. Die heutige Methode geht auf den französischen Arzt Paul Nogier zurück, die er in den Jahren 1956/57 vorstellte.

Am Ohr finden sich verschiedene Bezugspunkte zu entsprechenden Organen, ähnlich wie bei den Fussreflexzonen. Diese Reflexpunkte werden mittels Akupunkturnadeln gezielt gereizt und beeinflussen so die entsprechenden Organe. 

Verbreitet ist die Aurikulotherapie zum Behandeln von Allergien, zum Entwöhnen von Rauchern, Schmerzbehandlung und Stärkung des Immunsystems.

Das Schröpfen

Das Schröpfen stammt aus der traditionellen chinesischen Medizin und hat lange Eingang in die naturheilkundliche, europäische Medizin gefunden.

Beim Schröpfen wird durch geeignete Glasgefäße, die sogenannten Schröpfglocken, ein Unterdruck in der Glocke erzeugt, welcher zu einem hochziehen des darunterliegenden Gewebes (meist Muskulatur, Bänder, Sehnengewebe) führt und damit eine vermehrte Durchblutung und eine Lockerung der Strukturen erzeugt.

Wärmegefühl, Rötung der Haut und eine angenehme entkrampfende Wirkung können die Wirkungen der Behandlung sein. Heutzutage gibt es zusätzlich elektrische Saugapparate durch die der Unterdruck genauestens dosiert werden kann und mit denen auch die Durchführung einer Saugmassage möglich ist.

Das Schröpfen wird von Heilpraktikern angewendet bei Schmerzen im Muskel- und Bewegungsapparat, Arthrosen sowie als Reflexzonentherapie bei inneren Erkrankungen.

Die Eigenblutbehandlung

Die Behandlung mit Eigenblut ist als Methode der Naturheilkunde so alt wie die Medizin selbst. Schon im 15. Jahrhundert v. Christus wurde sie in Ägypten zur Therapie der verschiedensten Krankheiten empfohlen.

Man gibt Eigenblut um die körpereigene Abwehr zu mobilisieren, denn das Blut des Patienten enthält seine höchst individuelle körpereigene Information über Krankheiten, die der Organismus erlebt hat, aber auch über Stoffwechselprodukte und Toxine.

Die Ursprünge dieser Therapie liegen in den Versuchen des englischen Arztes William Highmore. Man erkannte, dass das sich bei Knochenbrüchen bildende Hämatom (Bluterguss) wesentlich zur Heilung der Fraktur beiträgt. Weiterentwickelt wurde diese Therapieform u.a. vom Arzt August Bier. Heute gehört die Eigenbluttherapie zum selbstverständlichen Repertoire sehr vieler Therapeuten.

Ich persönlich therapiere in 6 - 10 Behandlungsschritten, 1 mal pro Woche. Anfangs werden nur wenige Tropfen Venenblut entnommen, mit den passenden Homöopathischen Mitteln gemischt und sofort wieder injiziert. Bei der letzten Blutentnahme werden 0,5 ml Eigenblut gemischt und reinjiziert.

Generell kommt die Eigenblut-Therapie bei chronisch geschwächter Abwehrsituation in Betracht.  
 
Aber ebenso bei  
 
 . vermindertem Allgemeinbefinden, pysisch und psychisch
 . depressiven Zuständen
 . Schlafstörungen
 . reduziertem Appetit
 . chronischen Schmerzzuständen
 . Nachlassen der Drüsentätigkeit
 . Entzündungen
 . Auffinden von versteckten Krankheitsherden