Was ist Pulsdiagnose?

Die Pulsdiagnose ist eine Untersuchungsmethode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), bei welcher die rechte und linke Arteria radialis auf ihre Pulsqualität hin untersucht werden, die Aufschluss über die Energieverteilung in den Meridianen geben.

Die Pulsqualitäten werden durch verschiedene Kriterien wie z. B. der Frequenz, Kraft, Länge und Ebene definiert und bilden auf diese Weise die 27 verschiedenen klassischen Pulsbilder, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin bekannt sind.

 
 

Ziel der Diagnose

Über das Ertasten der Pulsqualität an den jeweiligen Pulsstellen erfährt der geschulte Diagnostiker präzise Informationen über die Qualität des Krankheitszustandes und den energetischen Gesamtzustand eines Menschen.

Den jeweiligen drei Pulsstellen im Bereich der Handgelenke sind spezifische Körperregionen und Organe im Sinne der Chinesischen Medizin zugeordnet.

 

Anwendung / Therapie- / Diagnosemöglichkeiten

Die Pulsdiagnose ist von wesentlicher diagnostischer Bedeutung für die Therapieverfahren der Chinesischen Medizin. Gewonnene Kenntnisse sollten stets eingebunden sein in weitere diagnostische Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin (Inspektion, Befragung, Hören und Riechen) und im Einzelfall durch schulmedizinische Diagnoseverfahren ergänzt werden.

 

Was ist Zungendiagnose?

Die Zungendiagnostik hat ihren Ursprung in der traditionellen chinesischen Medizin. Der Therapeut betrachtet dabei die Zunge des Patienten und kann, ähnlich wie bei der Irisdiagnostik, Tendenzen zu Störungen der Gesundheit erkennen. Man unterscheidet zwischen Zungenkörper (Farbe, Größe, Beweglichkeit, Risse), Zungenbelag (Verteilung, Farbe, Dicke, Vorhandensein oder Fehlen der "Wurzel") und Feuchtigkeit. Die Bedeutung des Zungenkörpers liegt vor allem darin, dass sich in ihm der Zustand von Qi, Blut und Organen widerspiegelt. Der Zungenbelag spiegelt somit die Stärke und die Lokalisation (entsprechend der Zungentopographie) des pathogenen Einflusses. Die Feuchtigkeit der Zunge gibt darüber hinaus Aufschluss über den Zustand der Körperflüssigkeiten.

 
 

Ziel der Diagnose

Ziel ist es, einerseits Anlagen für Krankheiten zu erkennen und somit vorbeugen zu können, andererseits aber auch den Grund für Symptome, die ein Patient zeigt, festzustellen.

Die chinesische Medizin hat seit Anbeginn ihr Hauptaugenmerk auf das äußere Erscheinungsbild und das Verhalten von Patienten gerichtet. Das Äußere wurde stets als ein Spiegel für innere Vorgänge angesehen. Die Diagnose durch Betrachten der Zunge wurde schon in der Shang-Dynastie (16. Jh. v. Chr. bis 1066 v. Chr.) erwähnt. Sie stellt immer noch eine der wertvollsten diagnostischen Methoden dar. Bei komplexen Krankheitsbildern bringt die Untersuchung der Zunge Klarheit über den im Vordergrund stehenden pathologischen Vorgang.

 

Anwendung / Therapie- / Diagnosemöglichkeiten

Die Zungendiagostik wird in der naturheilkundlichen Praxis angewendet, nicht nur um Tendenzen für Krankheiten zu erkennen, sondern auch um den Therapieverlauf und dessen Erfolg zu kontrollieren.