Neuraltherapie

Bei der Neuraltherapie handelt es sich um ein Diagnose- und Therapieverfahren, das über das vegetative Nervensystem wirkt.

Das vegetative Nervensystem durchdringt unseren Organismus wie ein filigranes Netzwerk, es funktioniert selbständig, weitgehend unbeeinflusst von unserem Bewusstsein und wird deshalb auch autonomes Nervensystem genannt.

Es verbindet all unsere Organe mit dem zentralen Nervensystem(Hirn und Rückenmark) und  transportiert Informationen, die die Regulation unserer selbständig ablaufenden Körperfunktionen aufrecht erhält. Bei Störungen in Organen, Muskeln, Gelenken oder in den Nervenfasern werden die Störimpulse über das vegetative Nervensystem weitergeleitet und können sich im Körper als Schmerzen manifestieren.

Die Therapie setzt nun direkt am vegetativen Nervensystem an, indem ein sogenanntes Lokalanästhetikum (lokal wirkendes Schmerzmedikament) an Schmerzpunkte, Akupunkturpunkte oder Reflexzonen, in Form von Quaddeln in die Haut injiziert wird.

Das Lokalanästhetikum greift so in gestörte Regelkreise ein. Es bewirkt eine pH-Wert –Erhöhung, wodurch Nerven beruhigt werden.

Störimpulse können gelöscht, das heißt der Schmerz kann ausgeschaltet werden.

Da sich die Reflexzonen von Organen auf der Hautoberfläche, nicht immer direkt in der Nähe des Organs befinden kann auch der Injektionsort weit entfernt liegen und so regulierend auf Organe wirken.